Symptome einer Seitenstrangangina

Im Vergleich zur gewöhnlichen Angina sind die Symptome bei einer Seitenstrangangina stärker ausgeprägt.
Im Vergleich zur gewöhnlichen Angina sind die Symptome bei einer Seitenstrangangina stärker ausgeprägt.

Auf den ersten Blick sind die Symptome der Seitenstrangangina und einer klassischen Angina zum Verwechseln ähnlich. Rötungen, Schmerzen im Rachenbereich und Schluckbeschwerden, die meist mit der Schwellung der Schleimhaut verbunden sind. Doch bei der Seitenstrangangina sind die Symptome stärker ausgeprägt, was sich vor allem durch stärkere Schmerzen im Rachenbereich ausdrückt. Abgesehen davon, tut dem Betroffenen tatsächlich der komplette Hals weh, was vor allem darin begründet ist, dass die entzündeten Seitenstränge der Lymphe nicht durch die Rachenmandeln begrenzt sind und somit ein größerer Bereich von den Schmerzen betroffen ist.

Ohrenschmerzen als weiteres typisches Symptom
Zusätzlich zu den genannten Symptomen kommt es beim Betroffenen, der an Seitenstrangangina leidet, oft noch zu starken Ohrenschmerzen, da sich die Lymphbahnen sehr nahe an der Ohrtrompete, in der Medizinersprache auch als Eustachische Röhre bezeichnet, befinden. Diese bezeichnet die Verbindung zwischen Nase und Ohr und hat die Funktion, für den Druckausgleich zu sorgen. Die Patienten leiden aber auch noch an Kopfweh und starken Schluckschmerzen, auch Heiserkeit tritt häufig auf.

 

Atypischer Verlauf bei Kindern mit Ausschlag, Übelkeit und Erbrechen
Neben den genannten Symptomen kann es vor allem bei Kindern einen atypischen Verlauf geben. Hierbei kann ein scharlachähnlicher Hautausschlag auftreten ebenso wie Übelkeit und Erbrechen. Wenn dazu noch Bauchschmerzen und Schüttelfrost kommen, ist eine ärztliche Diagnose und Therapierung unbedingt erforderlich, da die Selbstheilungskräfte bei Kindern nicht so kompakt ausgeprägt sind wie bei Erwachsenen.

Unterschied zur gewöhnlichen Angina

Die traditionelle Angina wird dadurch ausgelöst, dass die Gaumenmandeln anschwellen und sich entzünden. Meist wird auch hier wie im Fall der Seitenstrangangina, die im Fachjargon auch Angina lateralis genannt wird, ein Befall durch bakterielle oder in seltenen Fällen virale Infektion verursacht. Die Angina, die in der Fachsprache als Tonsillitis bezeichnet wird, wird meist durch eine Tröpfchenübertragung ausgelöst. Dies bedeutet, dass eine Ansteckung durch Anniesen oder Anhusten einer infizierten Person ausreicht, um die Krankheit beim Betroffenen auszulösen.

Bei einer Seitenstrangangina treten neben Angina-Symptomen starke Schmerzen an den Lymphknoten im Unterkiefer auf. Diese sind sehr druckempfindlich.
Bei einer Seitenstrangangina treten neben Angina-Symptomen starke Schmerzen an den Lymphknoten im Unterkiefer auf. Diese sind sehr druckempfindlich.

Angina beginnt mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
Die normale Angina beginnt ihr Krankheitsbild meist mit starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Im Verlauf der Erkrankung tritt häufig auch hohes Fieber auf, das beim Betroffenen Abgeschlagenheit hervorruft. Sofern der Betroffene seine Mandeln noch hat, findet sich hier bei der Angina ein weißlicher Belag, der „Stippchen“ genannt wird.

Seitenstrangangina mit schmerzenden Lymphknoten
Bei einer Seitenstrangangina kommen starke Schmerzen an den Lymphknoten im Unterkiefer dazu, die mit Druckempfindlichkeit einhergehen. Damit besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Formen der Entzündung im Hals- und Rachenbereich. Die Seitenstrangangina verläuft wesentlich schmerzhafter als die klassische Halsentzündung. Auch der betroffene Bereich, der sich über den gesamten Hals bis hin zu den unteren Atemwegen erstrecken kann, ist größer als bei einer generellen Halsentzündung.

Bei Verdacht auf eine Seitenstrangangina lässt sich die Diagnose relativ schnell stellen.

Weitere Informationen zur Seitenstrangangina Diagnose.